Die 3 schönsten Orte an Marokkos Atlantikküste

Das nordafrikanische Land Marokko ist für seine historischen Städte, Wüstenlandschaften und Souvenirs bekannt. Ein großer Teil des Landes liegt jedoch am Ozean. Die marokkanische Küste am Atlantik ist etwa 2000 km lang. Dort findest du einsame Sandstrände, weltbekannte Surfspots, kleine Fischerdörfer und alte Festungen. Das milde Klima und die freundlichen Menschen laden jedes Jahr viele Besucher an die Küstenorte ein. Dazu kommt, dass Marokko schnell von Europa aus erreichbar ist und die Preise vergleichsweise niedrig sind.

Von Berlin aus kannst du schon in etwa fünf Stunden Marokko erreichen. Selbst in touristischen Gebieten gibt es die Möglichkeit günstig Essen zu gehen und wer gerne Low Budget reist, findet Hostels zwischen 6 und 15 € pro Nacht. Es gibt aber selbstverständlich in jeder Preisklasse zahlreiche Angebote. Ich suche gerne über Booking.com, da hier für jedes Reisebudget etwas dabei ist. Vor allem drei Städte an der Atlantikküste, haben mich mit ihren wunderschönen Stränden und einer entspannten Atmosphäre in den Bann gezogen. Hier sind meine drei Highlights an der marokkanischen Atlantikküste.

Taghazout  – Das kleine Fischerdorf mit großer Anziehung

Wenn du in dem kleinen Dorf an der Atlantikküste ankommst, wird dir zunächst auffallen, wie viele Surfshops und Surfschulen hier zu sehen sind. Das liegt daran, dass der Ort ein weltberühmter Anziehungspunkt für Surfer ist. In der Nähe des Dorfes befindet sich unter anderem der Surfer Hot Spot Anchoer Point. Genau dieser Kontrast, zwischen kleinem Fischerdorf, Traditionen, Surfern und Coworking Spaces, verleiht Taghazout seinen besonderen Charme. In diesem kleinen Ort in Marokko leben ungefähr 5000 Einwohner. Diese haben sich mit den unzähligen Surfshops und sehr gutem Internet perfekt auf Ihre Besucher eingestellt. Taghazout ist daher auch für Digitale Nomaden sehr zu empfehlen. Ich persönlich hatte in keinen anderem Ort in Marokko so gutes Internet wie in Taghazout.

Surfurlaub in Marokko, Taghazout
Kamele, Surfer und Fischerboote in Taghazout

Wer nicht Surfen gehen möchte oder im Coworking Kaffee arbeiten muss, hat in Taghazout viele andere Möglichkeiten. Es gibt zum Beispiel viele Angebote, um Yoga Kurse zu belegen oder Tagesausflüge zu machen. Du kannst natürlich auch einfach nur am Strand liegen und Abends den wunderschönen Sonnenuntergang genießen. Außerdem gibt es viele Restaurants an der Strandpromenade. In diesen kannst du schon ab ca. 5 €, die für Marokko bekannte Tajine genießen. Eine Tajine ist das traditionelle marokkanische Gericht, das in einem Tontopf gegarte Speisen enthält. In Taghazout hatte ich übrigens die besten Tajines, die ich in Marokko gegessen haben.

Am Strand von Taghazout

Essaouira – Künstlerstadt und ehemaliger Hippistrand

Von Taghazout aus sind es nur etwa drei Autostunden zur ehemaligen Hippistadt Essaouira. Wenn du auf der Suche nach einer Hafenstadt mit einer angenehmen Atmosphäre, einem entspannten Lebensgefühl und viel Kultur bist, dann ist Essaouira genau das richtige für dich. Die 80.000 Einwohner große Stadt an der marokkanischen Atlantikküste soll mit ihrem besonderen Charme bereits Ernest Hemingway, Jimi Hendrix und Cat Stevens angelockt haben. Als Erstes fällt in der Stadt der endlos wirkende Sandstrand auf, an dem du atemberaubende Sonnenuntergänge bewundern kannst. Wie in vielen marokkanischen Städten, gibt es auch hier eine Altstadt, die sogenannte Medina. Die alten Gemäuer der Altstadt haben bereits die Produzenten von Game of Thrones auf sich aufmerksam gemacht hat. Hier wurden nämlich viele Szenen der dritten Staffel gedreht.

Die Mauer der Medina in Essaouira. Game of Thrones Drehort
Die Mauer der Medina in Essaouira

Zwischen den typischen Souvenirshops in den schmalen Gassen, findest du auch immer wieder kleine Galerien und Boutiquen. Vor der Medina kommen vor allem Fischliebhaber auf ihre Kosten, da viele Restaurants den frisch gefangenen Fisch anbieten. Auch ein Spaziergang über den Fischmarkt lohnt sich. Das bunte Treiben auf dem Markt, die kleinen Fischerboote und die vielen Möwen sind ein echtes Erlebnis. Die Wellen des Atlantischen Ozeans sind hier vor allem Anziehungspunkt für viele Kitesurfer. In Essaouira hast du jedoch auch die Möglichkeit Surf- oder Yogakurse zu belegen. Am Ende der Stadt fallen die vielen Kamele auf, die am Strand stehen und auf denen du einen Ausritt buchen kannst. Es gibt viel zu erleben in diesem kleinen Küstenort.

Der wunderschöne Strand in Essaouira. Ein breiter Sandstrand in Marokko.
Der wunderschöne Strand in Essaouira

Kostbares Öl und Ziegen die auf Bäumen stehen

Es gibt von Essaouira aus natürlich auch die Möglichkeit, Ausflüge zu machen. So fährst du zum Beispiel nur drei Stunden mit dem Bus nach Marrakesch. Etwas näher und sehr beliebt bei Touristen sind die Ziegen, die auf den Arganbäumen stehen. Ja, du hast richtig gelesen! Marokko ist das Land der Arganbäume und du kannst das Öl praktisch überall kaufen. In der Nähe von Essaouira gibt es viele Bäume, die bekannt geworden sind, weil Ziegen die Bäume hochklettern, um die Früchte zu essen. Die auf den Bäumen stehenden Ziegen sind nun eine richtige Touristenattraktion geworden. Ein weiteres Ausflugsziel ist Diabat. Dieser Ort liegt nur ungefähr 30 Gehminuten entfernt und viele Besucher zieht es zum Jimi Hendrix Kaffee. Angeblich hatte der Sänger dort Inspirationen für seine Musik. Ob das nur eine Geschichte ist oder nicht. Die Stadt Essaouira hat auf jeden Fall einen ganz besonderen entspannten Flair.

Ziegen die auf einem Arganbaum stehen, um die Früchte zu essen. Arganöl, Marokko
Ziegen, die auf einem Arganbaum stehen

Rabat – Die kleine unterschätzte Hauptstadt

Die meisten Touristen, die nach Marokko reisen denken nicht daran Rabat zu besuchen. Obwohl Rabat die Hauptstadt des Landes ist und am Meer liegt, verirren sich nur weinig Besucher dorthin. Das war für mich völlig unverständlich, da Rabat für mich ein absolutes Highlight und Geheimtipp ist. Die schöne und gepflegte Hauptstadt strahlt eine entspannte Atmosphäre aus. Ich empfand es als sehr erholsam, dass die Stadt noch nicht vom Massentourismus entdeckt wurde. So habe ich auf den Märkten in der Medina vor allem Einheimische gesehen, die Abends zum Essen oder shoppen durch die Gassen schlendern. Die Hauptstadt von Marokko wird auch die weiße Stadt genannt und wurde von der UNSECO sogar zum Weltkulturerbe ernannt.

Rabat hat natürlich auch Sehenswürdigkeiten zu bieten. So kannst du zum Beispiel den Königspalast und die dazugehörigen Gärten bewundern. Sehenswert ist auch die Stadtmauer, die 5250 m lang und noch fast vollständig erhalten ist. Ein Anziehungspunkt für die paar Touristen in Rabat ist auf jeden Fall auch der Hassan-Turm und das Musée Archéologique im Stadtteil Ville Nouvelle. Es gibt auch einen Strand, der aufgrund der rauen Wellen mal wieder vor allem von Surfern aufgesucht wird.

Rabat, die Hauptstadt in Marokko. Eine Stadt am Strand
Rabat, die Hauptstadt in Marokko

Abschließend möchte ich noch betonen, dass Marokkos Atlantikküste nicht unbedingt immer zum Schwimmen oder Schnorcheln einlädt. Die unruhigen Wellen des Atlantiks sind doch eher für Surfsportarten geeignet. Trotzdem haben die Küstenorte alle etwas sehr entspanntes und du kannst dich dort hervorragend von dem hektischen Treiben in Marrakesch oder anderen Großstädten erholen.